Pokemeon – neue Teams

Vor 2 Jahren habe ich Pokemon entdeckt und das erste mal gespielt. Damals habe ich Pokemon Gold auf dem Gameboy Color gespielt, also ein ziemlich altes Spiel.
Vor einem Jahr habe ich dann Pokemon Weiß entdeckt. Da gibt es neue Pokemon und die Grafik sieht viel moderner und toller aus. Als ich an der Liga gescheitert bin, habe ich das Spiel erstmal aufgegeben. Und ziemlich genau ein Jahr später ist das Pokemon-Fieber wieder ausgebrochen😉

Zusammen mit Benny spiele ich jetzt Soulsilver, das ist eine Neuauflage des alten Spiels Gold/Silber. Es enthält also die selben Pokemon und hat die selbe Story, aber es hat eine neue Grafik und auch ein paar neue Spielelemente. Wir haben schon 4 Orden, haben also ungefähr den halben Weg bis zur Liga schon geschafft.

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In Pokemon weiß trainiere ich ein neues Team, das die Schwächen der Pokemon, welche die Liga-Trainer verwenden, besser ausnutzen kann. Hier ist erstmal mein bisheriges Team, mit dem ich alle 8 Orden geschafft habe.

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Man kann nur 6 Pokemon gleichzeitig mit sich rumschleppen, deshalb habe ich mit manchen der 10 Pokemon in weiß nur kurz gespielt. Aber ich nehme gerne viele Pokemon zumindestens für eine Weile ins Teem, weil man sie so gut kennen lernt.

Noch ein kleines, aber feines Spiel: 2048

Ich hab ja kein Smartphone, weil mein altes Nokia-Handy mir immer noch ganz treue Dienste leistet und ich es eigentlich auch nur als Wecker und zum SMS schreiben brauche. Aber auf langweiligen Zugfahrten schnappe ich mir manchmal Bennys Smartphone um damit zu spielen. Und da gibt es so ein tolles Spiel, das heißt 2048 und das gibt es auch als Browserspiel. Man hat ein 4×4-Spielfeld, auf dem man Kacheln mit 2er-Potenzen durch die Gegend schiebt. Kommen 2 gleichwertige Zahlen zusammen, verschmelzen sie und haben dann den doppelten Wert. Bei jedem Zug erscheint auch eine neue Kachel mit einem niedrigen Zahlenwert. Das Ziel ist, die Kacheln möglichst clever zusammen zu schieben, so dass man immer größere Zahlen erhält. Irgendwann ist das Spielfeld voll und dann ist Schluss. Oder wenn man eine 2048-Kachel erhält. Ich bin aber bis jetzt immer nur bis zu 512 gekommen.
Von diesem Spiel gibt es noch viele andere Varianten im Internet. 2 gefallen mir besonders gut. Da gibt es einmal 2048 mit Pokemon: statt Zahlen sind Pokemon auf den Kacheln. Schiebt man zwei gleiche zusammen, entsteht ein neues. Man muss sich die Reihenfolge hier selbst merken. Aber es ist eigentlich viel witziger Bildchen durch die Gegend zu schieben als Zahlen.
Und dann gibt es noch das Fibonacci-2048, das ist was für die Mathefans. Hier schiebt man nämlich statt 2er-Potenzen Fibonacci-Zahlen zusammen, das heißt eine 2 und eine 3 ergeben eine 5, eine 3 und eine 5 eine 8, eine 5 und eine 8 dann eine 13 und so weiter. Das ist vom Grundprinzip noch mal etwas anders, weil man keine gleichen Zahlen aufeinander schiebt, sondern verschiedene. Ist aber auch sehr cool. Und man lernt endlich mal die Fibonacci-Zahlen richtig kennen.

Dear Esther

Von Dear Esther hatte ich schon vor einiger Zeit gelesen, als ich mich noch gar nicht so gezielt für Spiele interessiert habe. Auf mehreren Plattformen, die ich halbwegs regelmäßig lese, wurde darüber diskutiert, ob Dear Esther überhaupt ein Spiel ist. Inzwischen hat sich der Begriff „Walking Simulator“ für Spiele dieser Art eingebürgert. Das ist nämlich tatsäclich alles, was man macht: man läuft durch eine computergenerierte Landschaft. In Dear Esther ist der Weg, den man gehen kann, bis auf einige Abstecher ziemlich linear. Es gibt keine Dinge zum Anklicken, keine Rätsel zu lösen, keine Entscheidungen, die die Handlung beeinflussen. Man läuft einfach nur durch ein unheimlich echt aussehnde Landschaft.
Nun kann man sich natürlich fragen: Was soll das eigentlich? Wenn ich echte Natur sehen will, kann ich doch vor die Tür gehen. Die Macher von Dear Esther kommentieren dazu, dass man diese Frage ja auch an ein Gemälde stellen könnte – aber das tut keiner, weil die Darstellung der Natur im Gemälde als Kunst betrachtet wird. Warum also nicht auch die Darstellung von Natur im Spiel?

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Während man eine abgelegene, schottische Insel erkundet, hört man immer mal vorgelesene Abschnitte aus einem Brief. Dadurch setzt sich so etwas wie eine Geschichte zusammen, die aber mysteriös und unvollständig bleibt. Für meinen Geschmack ist das Ganze etwas zu mysteriös und die Metaphern sind manchmal ganz schön übertrieben. Das Spiel schafft es einfach nicht, dass ich mich sonderlich für die Person interessiere, die diesen Brief geschrieben hat. Das kann To the moon deutlich besser.
Interessanter finde ich die Bücher, Notenpapiere und Nozithefte, die man in den verlassenen Gebäuden der Insel findet. Leider kann man sie sich nicht näher anschauen. Spannend sind auch die Zeichnungen, die jemand mit nachtleuchtender Farbe in den Höhlen der Insel gemalt hat: chemische Formeln (z.B. Ethanol), eine Nervenzelle und elektrische Schaltkreise.

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Man braucht für Dear Esther einige Geduld, weil einfach so wenig passiert, aber es entfaltet seinen eigenen Reiz. Richtig gepackt hat es mich, als ich zu den Höhlen kam. Auf so einer Insel kann ich nämlich auch im wirklichen Leben rumlaufen, bin sogar an so ähnlichen Orten schon gewesen. Aber solche fantastischen Höhlen mit Gängen, Tropfsteinen, Seen und fantastischer Beleuchtung, die man einfach so frei erkunden kann, gibt es im echten Leben dann doch nicht so oft.

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Ich bin noch nicht durch mit dem Spiel, weil ich ein empfindliches Gleichgewichtsgefühl habe und mir von den Kameraschwenks, die man macht um sich umzuschauen, nach einer Weile übel wird. Aber ich bin gespannt darauf, was es auf der Insel noch zu entdecken gibt.

To the moon

To the moon ist ein wunderschönes, kleines Adventure-Spiel, das ich letzte Woche gespielt habe. Es geht darum, einem alten Mann, der im Sterben liegt, seinen letzten großen Wunsch zu erfüllen: er möchte zum Mond. Wie das geht? Ganz einfach: Mithilfe einer modernen Technologie (die Geschichte spielt in der nahen Zukunft) ist es möglich, die Erinnerungen eines Menschen zu überschreiben. Im Spiel erklärt Dr. Rosalene:

In der realen Welt sind Wünsche und Ambitionen im ständigen Fluss. Sie entstehen und vergehen.

Deshalb werden viele Wünsche nicht erfüllt: man ist einfach von zu vielen Dingen abgelenkt und verfolgt sie nicht hartnäckig genug. Die Maschine kann nun ein Leben erzeugen, in dem Johnny sich sein Leben lang von dem Traum, zum Mond zu fliegen, leiten lässt und ihn dadurch verwirklichen kann.
Damit das funktioniert, müssen die beiden Techniker erst einmal zu Johhnys frühester Erinnerung zurück gehen. Das geht allerdings nur in kleinen Zeitsprüngen. In jeder Erinnerung muss man nun Mementos finden und aktivieren, die einen in die nächste (frühere) Erinnerung bringen. Dabei erfährt man einiges über Johnnys Leben – und zwar rückwärts! Und das ist eine ganz spannende Erzählweise, weil sich einem Stück für Stück erschließt, was die Dinge eigentlich bedeuten, die man in seinem späteren Leben gesehen hat. Es regt auch dazu an, sich zu fragen, ob man sich über gegenwärtiges Glück freuen kann, wenn man schon weiß, dass daraus später Unglück wird. Dr. Rosalene kommentiert dazu:

Das Ende ist nicht wichtiger als irgendeiner der Momente, die zu ihm führen.

Hat man die früheste Erinnerung erreicht, wird der Wunsch, zum Mond zu fliegen, von der letzten Erinnerung in die Kindheitserinnerung übertragen. Die Maschine errechnet dann mithilfe von Johnnys Fantasie ein alternatives Leben – das funktioniert allerdings im ersten Anlauf noch nicht.
Ich will nicht zu viel von der Story verraten, weil ich wirklich jedem empfehle, das Spiel selbst zu spielen. Es ist eine wunderschöne Geschichte über Liebe, Anderssein, Freundschaft und die Frage, was ein glückliches Leben ausmacht.

Von hier unten sehen sie alle gleich aus, aber das macht den einzelnen Stern nicht weniger schön.

Asphyxia

Asphyxia ist eine Graphic Novel, das heißt, dass die Handlung aus Bildern und Text besteht und man nur an wenigen Stellen eine Entscheidung treffen kann, welche die Handlung verändert. Den Rest der Zeit klickt man einfach immer nur auf die Leertaste um im Text vorwärts zu kommen. Im Prinzip hatte ich genau dasselbe vor 15 Jahren schon als Buch, wo am Ende eines jeden Kapitels so etwas stand wie: „Wenn du los läufst im Hilfe zu holen, dann lies auf Seite 36 weiter. Wenn du bei Erik bleibst, dann lies auf Seite 42 weiter.“ Man ist bei Asphyxia also nicht so aktiv, wie man es von einem Computerspiel erwartet, und das fand ich am Anfang etwas ermüdend. Das Spiel hat mich dann aber doch fasziniert und das liegt vor allem daran, dass man mit seinen Entscheidungen die Beziehungen zwischen den Personen beeinflusst.

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Die Hauptperson des Spiels heißt Samantha. Sie hat wenig Selbstbewusstsein, ist sehr abhängig von der Wertschätzung durch andere und kann kaum etwas umsetzen, was sie sich vorgenommen hat. Sie ist auf einem Schulausflug mit den anderen Schülerinnen ihres Mädcheninternats und will den Ausflug nutzen um sich mit Lilian zu versöhnen. Diese war mal ihre beste Freundin, aber vor drei Monaten haben sie sich verstritten und Samantha vermisst sie sehr. Außerdem gibt es noch Roberta, Samanthas zweitbeste Freundin, die sich immer um sie kümmert, das aber langsam satt hat. Drei andere Mädchen und die Lehrerin tauchen auch noch auf. Wie man sich an einigen Stellen des Spiels entscheidet, hat Einfluss darauf, ob Samantha sich mit Lilian wieder versöhnt oder nicht und ob ihre Freundschaft mit Roberta ernsthaft Schaden nimmt oder nicht.
Ich habe bisher 3 verschiedene Versionen durchgespielt, die ganz unterschiedliche Enden hatten. In jedem Fall erfährt man einige Einblicke, wie sich Samantha dabei fühlt, dass sie ihr Leben nicht in den Griff bekommt, und wie es ist, zu versuchen als Freundin so einer Person zu helfen. Je nachdem, auf welchem Handlungszweig man ist, gibt es auch Diskussionen über Feminismus, Poesie, Liebe oder Selbstmord.

Einiges an dem Spiel wirkt anachronistisch. Die Mädchen haben Handys und schreiben SMS. Aber die Sprache ist altmodisch. Die Kleidung irgendwie auch. Und sie schreiben alle Gedichte – was in der heutigen Zeit ja auch eher selten ist. Das klärt sich auf in den Extras zum Spiel, wo die Spielemacher erklären, dass die Beziehungen und Charaktere der Mädchen englischen Dichtern der Romantik nachgebildet sind. Die Biografien der jeweiligen Dichter kann man nachlesen.
Es sind diese zwei Ebenen, die das Spiel faszinierend machen: Dass man mit kleinen Entscheidungen Samanthas Tag entscheidend verändern kann und auf jedem Zweig neue Beziehungen zwischen den Mädchen entstehen. Und dass die Gespräche so nathlos zwischen modernen Problemen und den Gedanken und Gefühlen der Romantik hin und her springen.

Computerspiele, die zum Nachdenken anregen?

Inspiriert von Annettes Fragen, inwiefern Computerspiele pure Unterhaltung sind oder auch zum Nachdenken über sich und die Welt inspirieren, wie gute Bücher es tun, habe ich mich mal nach ein paar interessanten Spielen umgeschaut, die vielleicht in die zweite Kategorie passen könnten.
Dabei bin ich auf die sogennanten Serious Games gestoßen. Diese Spiele wollen nicht nur unterhalten, sondern auch bilden und erziehen. Einige Spiele kann man direkt im Browser spielen und dabei zum Beispiel folgende Dinge lernen:

Ich muss zugeben, dass ich keins der Spiele länger als 10 Minuten gespielt habe. Wenn ich etwas über Flüchtlingslager oder Naturkatastrophen lernen will, dann lese ich Zeitungsberichte, Interviews oder Sachbücher – da lerne ich viel mehr und effizienter. Für mich ist das Medium Spiel für diese Themen einfach zu zeitaufwendig.
Diese Spiele sind auch nicht so ganz das, was Annette sucht, weil sie zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger daher kommen. Sie lassen einem wenig Freiraum sich eine eigene Meinung zu bilden, sondern haben ein klares Lernziel.
Was dem näher kommt, was gute Bücher in einem auslösen, habe ich in einem kleinen Spiel gefunden, dass ich letztes Jahr auf meinem Blog vorgestellt habe. Passage ist ein ganz kleines und simples Spiel über das Leben, das bei mehrmaligen Spielen eine enorme Faszination entwickelt und einem die Endlichkeit des Lebens sehr nahe bringt.
Passage gehört zu den Indie Spielen, die nicht von den großen Spielekonzernen produziert und vermarktet werden, die ja darauf aus sind, dass sich ein Spiel möglichst gut verkauft, sondern von kleinen Firmen und unabhängigen Spielemachern. Dadurch gibt es in diesem Genre Spiele, die durchaus das Potential haben, mehr zu sein als bloße Unterhaltung. Einige solcher Spiele teste ich gerade und werde sie hier vorstellen.

Professor Layton and the curious village

Ich habe ein neues Spiel gefunden, das man immer mal eine halbe Stunde zwischendurch spielen kann. Es geht um Professor Layton und seinen Assistenten Luke, die gebeten werden nach St. Mystere zu kommen um ein rätselhaftes Testament aufzuklären. Im Laufe des Aufenthalts ergeben sich noch eine Menge andere Mysterien und – man ahnt es schon – des Rätsels Lösung muss im mysteriösen Turm liegen, vor dem einen alle warnen.

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Während man durch den Ort läuft, mit den Menschen spricht und Gegenstände erforscht, begegnen einem allerhand Rätsel.

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Und Rätsel sind auch der Hauptinhalt des Spieles. Einige muss man lösen um mit der Handlung voran zu kommen, viele andere kann man auch erstmal liegen lassen und später lösen. Ich war eigentlich nie so ein großer Rätselfan, aber es macht eigentlich richtig Spaß, Logik- und Zahlenrätsel zu lösen oder mal richtig um die Ecke denken zu müssen.

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